Die Studie behandelt die 'Formparadigmen' von Goethes Roman *Wilhelm Meisters Lehrjahre*. Der Verfasser versteht darunter die literarische Vergegenwärtigung diverser Weisen des Weltzugangs, für die im Roman unterschiedliche Figuren beziehungsweise Figurengruppen stehen. Der Roman erweist sich so als eine komplexe Komposition, innerhalb derer ästhetische ›Präsenz‹ unterschiedlich modelliert wird. Nicht die Bildung des Protagonisten steht im Mittelpunkt, sondern die fortschreitende Integration der Weltzugänge im Medium klassischer Kunsterfahrung.