Heinrich Graf von Brühl (1700-1763)

by Hendrik Bärnighausen , Martin Schuster , Landesamt f ur Denkmalpflege Sachsen

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First published: 2020 1 language ISBN: 9783957550484
Description
Heinrich Graf von Bru¨hl (1700'1763) gilt in der popula¨ren sa¨chsischen Geschichtsschreibung oftmals als tragische oder gar negative Figur, maßgeblich verantwortlich gemacht fu¨r den Niedergang des Landes im 18. Jahrhundert. Bei genauerer Betrachtung la¨sst sich diese eindimensionale Wertung allerdings nicht aufrechterhalten. Bru¨hls perso¨nliches wie strukturelles Pech bestand in der aus einer Lappalie entstandenen 'Erbfeindschaft' zum Preußenko¨nig Friedrich II. Dem Grafen muss indes zumindest grundsa¨tzlich klar gewesen sein, dass seine perso¨nlichen Ziele nur in einem wohlgeordneten und vermo¨genden Staat realisierbar waren, weshalb er sozusagen das Angenehme mit dem Nu¨tzlichen zu vereinen trachtete, solange ihm das mo¨glich war.0In seinen zahllosen Funktionen, die letztlich im Amt des Premierministers gipfelten, trat Bru¨hl sehr ha¨ufig als Auftraggeber in Erscheinung: fu¨r Bauten, aber auch fu¨r Kunstgegensta¨nde. Damit spielte er eine bedeutende Rolle in der sa¨chsischen Kultur- und Kunstwelt, die mit der seiner Dienstherren, der sa¨chsischen Kurfu¨rsten Friedrich August I. (August der Starke) und Friedrich August II., durchaus vergleichbar ist.0Die vorliegende, reich illustrierte Publikation des Landesamtes fu¨r Denkmalpflege Sachsen beleuchtet Heinrich Graf von Bru¨hl in seinen Funktionen als Bauherr und Ma¨zen. Die Autoren forschen den Spuren seiner Bauta¨tigkeit nach, die im Namen der Bru¨hlschen Terrasse in Dresden noch heute fortleben, auch wenn gerade dort kaum noch historische Bausubstanz aus seinen Zeiten erhalten ist ' im Gegensatz beispielsweise zu den Schlo¨ssern Nischwitz bei Wurzen, Oberlichtenau bei Pulsnitz oder Pfo¨rten, dem heutigen Brody in Polen. In der wissenschaftlichen Plansammlung des Landesamtes fu¨r Denkmalpflege Sachsen haben sich zahlreiche Architekturzeichnungen zu Bru¨hlschen Bauten erhalten, die in mehreren Katalogteilen zusammengefasst wurden und das historische Bild der Bauten sowie der zugeho¨rigen Gartenanlagen abrunden.

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