Wunsiedel ist bunt – nicht braun
by
Julia Hasse
, Gregor Rosenthal
, Joachim Twisselmann
, Karl-Willi Beck
, Jan Heiermann
, Andrea Heußner
, Alexander Hoffmann
, Maike Zimmermann
, Oliver Jauernig
, Matthias Popp
, Jürgen Schödel
, Peter Seißer
, Michael Kohlstruck
, Andrea Röpke
, Cornelie Sonntag-Wolgast
, Fabian Virchow
, Martin Becher
, Johannes Friedrich
, Simone Richter
, Karl Ludwig Rost
, Arno Speiser
, Janina Achtert
, Barbara Twisselmann
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First published: 2013
1 language
ISBN: 9783838970974
Description
Der vom BfDT und der Projektstelle gegen Rechtsextremismus Bad Alexandersbad herausgegebene Sammelband "Wunsiedel ist bunt - nicht braun! Die Auseinandersetzungen um das Heß-Grab" verändern die politische Kultur" zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven aktiver Akteure, wie es den Einwohnern/-innen der Stadt Wunsiedel durch kreative und mutige Aktionen gelang, sich gegen rechte Aufmärsche zu engagieren.
*Wunsiedel ist bunt — nicht braun!*
Als der frühere Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß im Jahr 1988 in der bayerischen Kleinstadt Wunsiedel beerdigt wurde, hatte das weitreichende Folgen: Über die Jahre demonstrierten mehrere tausend Rechtsextreme aus ganz Europa in Wunsiedel und stellten die 10.000-Einwohner-Stadt damit vor eine große Herausforderung. Nach und nach mobilisierte sich breiter bürgerlicher Widerstand. Letztlich wurde im Jahr 2005 durch den Deutschen Bundestag ein zusätzlicher Absatz im Strafgesetzbuch verabschiedet, der die Verherrlichung, Billigung oder Rechtfertigung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verbietet und auf dessen Grundlage die »Heß-Gedenkmärsche« verboten werden konnten. 2011 wurde das Grab von Rudolf Heß aufgelöst.
Wie gingen die Bürgerinnen und Bürger in Wunsiedel mit der Situation um? Wie handelten Politikerinnen und Politiker?
Wie verlief die Diskussion über Handlungsstrategien und was führte letztlich zum Erfolg?
Den Mobilisierungsprozess vor Ort — von anfänglicher Ratlosigkeit bis hin zum entschlossenen Handeln — beschreiben in diesem Sammelband jene, die die Ereignisse über viele Jahre begleitet haben und noch begleiten: Unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Kirche, der Wunsiedler Kommunalpolitik, der Medien und aus der Wissenschaft. Die unterschiedlichen Perspektiven zeigen beispielhaft, wie eine breite Mobilisierung gelingen und zu einer lebendigen und erfolgreichen Aufbruchbewegung werden kann.